Gartendusche, Außendusche, Outdoor-Dusche: die richtige Wahl für Ihren Garten
Gartendusche, Außendusche, Outdoor-Dusche - drei Namen, eine Sache: eine Dusche unter freiem Himmel. Manche steht fest am Poolrand, andere lässt sich mitnehmen und im Winter wegräumen. Der Zweck bleibt derselbe. Man spült den Sand ab, bevor er ins Haus wandert, kühlt sich an einem heißen Nachmittag ab oder wäscht nach dem Schwimmen schnell das Chlor von der Haut. Bei uns finden Sie beides: Modelle für den Pool und solche für den Garten ganz ohne Becken, vom schlichten Kaltwasser-Standrohr bis zur voll ausgestatteten Säule mit Warm- und Kaltwasser.
Bevor Sie sich entscheiden, lohnt der Blick auf vier Fragen: Wie kommt das Wasser zur Dusche? Was passiert im Winter? Aus welchem Material soll sie sein? Und wie steht sie sicher? Der Reihe nach.
Warm oder kalt? Die wichtigste Entscheidung vor dem Kauf
Hier entscheidet sich am meisten und hier gehen die meisten Fehlkäufe daneben. Nicht, weil die Duschen schlecht wären, sondern weil vorher niemand gefragt hat, welche Anschlüsse überhaupt im Garten liegen. Drei Bauarten stehen zur Wahl, und sie unterscheiden sich weniger im Komfort als in dem, was Sie vor Ort brauchen.
Kaltwasserduschen
Am einfachsten haben Sie es hier: Gartenschlauch dran oder an die Außenzapfstelle anschließen, fertig. Kein Strom, keine zweite Leitung, nichts weiter zu planen. Wer ohnehin nur nach dem Pool kurz abspülen möchte, braucht selten mehr. Im Hochsommer kommt aus dem Schlauch sowieso kein eiskaltes Wasser. Unsere Kaltwasserduschen sind der unkomplizierte Einstieg. Der Haken zeigt sich erst im Frühjahr und Herbst, wenn die kalte Dusche schnell zur Überwindung wird.
Solarduschen
Die Solardusche löst genau das mit einem Trick, den die Natur liefert: In der Säule steckt ein Tank, den die Sonne aufheizt. Angeschlossen wird auch sie nur an den Gartenschlauch, seitlich oder von unten, ganz wie es Ihr Standort hergibt. Warmwasserleitung oder Strom? Nicht nötig. Zu unseren Solarduschen zählen KUBA, TOBAGO, CURACAO, SABA und TRINIDAD, alle mit Einhebelmischer und einer Handbrause, die sich getrennt bedienen lässt. Bei den Fronten haben Sie die Wahl: Sicherheitsglas in Schwarz, Rot oder Blau oder TRINIDAD in Edelstahl.
Und wie weit kommt man mit 25 Litern? So viel fasst der Tank. Bei rund 10 Litern pro Minute reicht das für etwa zwei bis drei Minuten warmes Wasser am Stück. In der Praxis also für zwei bis vier kurze Duschgänge von einer halben bis ganzen Minute, genau das schnelle Abspülen nach dem Schwimmen. Wer über die Armatur kaltes Wasser zumischt, streckt den Vorrat. Ist der Tank leer, braucht die Sonne ein paar Stunden, bis er wieder warm ist.
Für den Poolrand im Hochsommer, für zwei, drei Personen, ist das meist völlig ausreichend. Soll dagegen die ganze Familie nacheinander ausgiebig duschen oder wollen Sie die Dusche auch im April und Oktober nutzen, stößt das System an seine Grenzen.
Kalt- & Warmwasserduschen
Wer keine Kompromisse machen möchte, landet hier. Die Kalt- & Warmwasserdusche hängt an einer Warm- und einer Kaltwasserleitung und wird über eine Armatur gemischt, genau wie im Bad. Warmes Wasser, so viel Sie möchten, unabhängig davon, ob gerade die Sonne scheint.
Ein Punkt, den Sie vor der Bestellung klären sollten: Das warme Wasser kommt vom Haus. Duschen mit eingebautem Durchlauferhitzer führen wir nicht. Sie brauchen also zwei Leitungen bis zum Aufstellort. Beim Neubau oder wenn der Garten ohnehin umgegraben wird, ist das schnell erledigt. In einen fertig angelegten Garten nachträglich eine Warmwasserleitung zu bekommen, ist dagegen ein größeres Projekt.
Prüfen Sie das also vorher. Führt keine Warmwasserleitung nach draußen und lässt sich auch keine legen, ist die Solardusche die ehrlichere Alternative.
Als Faustregel: Für den Pool im Sommer genügen Kaltwasser oder Solar. Wer ganzjährig und ohne Einschränkung duschen will, kommt an der Warm/Kalt-Variante mit Festanschluss nicht vorbei.
Frostsicher durch den Winter: So bleibt Ihre Gartendusche geschützt
Frost ist der natürliche Feind jeder Gartendusche. Gefrierendes Wasser dehnt sich aus, und was in Leitung, Armatur oder Tank stehen bleibt, sprengt beim ersten strengen Frost das Material, ganz gleich, wie teuer die Dusche war.
Dagegen hilft eines von vier Dingen:
1. Entleeren. Im Herbst das Absperrventil im Haus zu, das Entleerungsventil an der Dusche auf, das Wasser vollständig ablaufen lassen. Der Klassiker bei fest installierten Duschen.
2. Abbauen. Mobile Modelle und alles mit Schlauchanschluss wandert einfach in Keller oder Garage.
3. Frostsicher verlegen. Die Zuleitung liegt unter der Frostgrenze (je nach Region 80 bis 120 cm tief),das Absperrventil sitzt im frostfreien Bereich.
4. Beheizen lassen. Ein integriertes Heizband mit Thermostat hält die wasserführenden Teile frei. Die Dusche darf angeschlossen bleiben, den ganzen Winter, ohne Entleeren, ohne Abbau.
Ganzjährig ohne Abbau: die Frosto Außendusche
Wenn Ihnen das jährliche Entleeren oder Einlagern zu mühsam ist, sollten Sie sich die Frosto und Santos ansehen. Sie verbinden Warm- und Kaltwasser über einen Einhebelmischer mit einem integrierten, thermostatgesteuerten Heizband und bleiben dadurch auch bei Minusgraden fest an ihrem Platz und einsatzbereit. Morgens bei fünf Grad warm duschen, nach dem Saunagang kalt abschrecken, und das im Januar wie im Juli. Frost gibt sie in drei Ausführungen: Roségold, Schwarz und Edelstahl geschliffen. Santos in Schwarz und Edelstahl geschliffen.
Was die Frosto und Santos brauchen: Warm- und Kaltwasser (angeschlossen über zwei Flexschläuche mit ½-Zoll-Überwurfmutter, Flanschmontage) und zusätzlich einen 230-V-Stromanschluss fürs Heizband. Damit kein Missverständnis entsteht: Das Heizband schützt vor Frost, es erhitzt nicht das Duschwasser, das nach wie vor aus Ihrer Warmwasserleitung kommt. Beim Neubau planen Sie beides einfach mit ein; im bestehenden Garten schauen Sie vorher, wo Wasser und Strom hinkommen.
Auch zum Nachrüsten: Das Heizband steckt nicht nur in der Frosto. Für ELBA, HELENA, MALTA, NEMO und NIAGARA gibt es dieselbe Lösung als Option, damit werden auch diese Modelle wintertauglich. Einzeln bestellen lässt sich das Heizband allerdings nicht, nur zusammen mit der jeweiligen Dusche. Und auch hier gilt: Neben dem Wasseranschluss brauchen Sie eine 230-V-Leitung am Standort.
Material: Warum Edelstahl der Standard ist
Eine Gartendusche hat es schwerer als jede Armatur im Bad. Sie steht im Regen, in der Sonne, im Frost. Das ganze Jahr, ohne Dach über dem Kopf.
Deshalb setzen die guten Modelle auf Edelstahl: rostfrei, UV-beständig und unaufdringlich genug, dass er in jeden Garten passt. Unsere Edelstahl-Ausführungen, etwa die Solardusche TRINIDAD, bestehen aus V2A (1.4301), dem Edelstahl, der sich im Außenbereich seit Jahrzehnten bewährt. Bei den Solarduschen mit farbiger Front kommt gehärtetes Sicherheitsglas dazu, der Wassertank ist aus Aluminium.
Wer es leichter oder farbiger mag, findet bei uns auch Modelle aus pulverbeschichtetem Aluminium.
Ein wichtiger Hinweis für Besitzer von Salzwasserpools: Für Salzwasserpools sind unsere Gartenduschen nicht gemacht. V2A rostet zwar nicht, ist aber nicht seewasserbeständig, denn die salzhaltige Luft setzt ihm auf Dauer zu.
Aufstellung und Untergrund: sicherer Stand
Eine Duschsäule muss stehen und auch, wenn der Wind drückt. Wie sie befestigt wird, hängt vom Modell und vom Untergrund ab. Diese Varianten kommen bei unseren Gartenduschen vor:
• Schrauben in die Erde: Die Dusche wird direkt im Erdreich fixiert – unkompliziert im gewachsenen Gartenboden.
• Freistehend auf Bodenplatte: Die Dusche wird auf eine Bodenplatte montiert, die auf Terrasse oder festem Untergrund aufliegt. Flexibel und ohne Graben.
• Vier Anker im Betonsockel: Mit vier Ankerschrauben fest im Beton verankert: die stabilste Lösung und die richtige Wahl für fest installierte, frostsichere Warm/Kalt-Duschen, die dauerhaft an ihrem Platz bleiben.
• Flanschmontage auf fertigem Boden: Über einen Flansch direkt auf einen bereits fertigen Boden geschraubt, etwa auf Terrassenplatten oder Beton.
Die passende Bodenplatte können Sie bei Bedarf optional dazubestellen. Dafür haben wir eine eigene Kategorie: Bodenplatten für Gartenduschen. So steht die Dusche sicher, ohne dass Sie ein Fundament gießen müssen.
Gartendusche am Pool: Das sollten Sie beachten
Am Pool kommen zwei Dinge dazu, an die man zunächst gar nicht denkt. Erstens: Stellen Sie die Dusche so, dass das Abwasser nicht ins Becken zurückläuft. Reste von Duschgel und Sonnencreme haben in der Wasseraufbereitung nichts verloren. Ein leichtes Gefälle weg vom Becken oder ein kleiner Ablauf genügt.
Zweitens, und das spart bares Geld: Duschen Sie vor dem Schwimmen, nicht erst danach. Der größte Teil dessen, was das Chlor im Becken bindet, bringen die Badegäste über Schweiß, Cremes und Kosmetik selbst mit. Eine kurze Dusche vorher hält das Wasser länger klar. Die Dusche am Beckenrand zahlt sich also nicht nur beim Komfort aus.
Wer am Pool nicht nur abduschen, sondern ein echtes Wassererlebnis möchte, wirft einen Blick auf unsere Schwallduschen: breite Wasserkaskaden zum Darunterstellen, in poliertem Edelstahl oder in Acryl mit LED-Farblicht. Blickfang und Erfrischung zugleich, direkt am Beckenrand.
Für Salzwasserpools gilt, wie gesagt: nicht geeignet. Die Gründe stehen oben im Abschnitt Material.
FAQ – Häufige Fragen zu Gartenduschen
Braucht eine Gartendusche mit Warmwasser einen Stromanschluss?
In der Regel nicht. Unsere Kalt- & Warmwasserduschen holen sich das warme Wasser über einen Warmwasseranschluss vom Haus, nicht über Strom. Strom (230 V) brauchen nur die frostsicheren Modelle mit Heizband wie die Frosto, und auch dort ausschließlich für den Frostschutz, nicht zum Erwärmen des Wassers.
Wie mache ich meine Gartendusche winterfest?
Dafür gibt es vier Wege: die Dusche entleeren (Absperr- und Entleerungsventil),sie abbauen und frostfrei einlagern, die Zuleitung unter der Frostgrenze verlegen oder gleich ein Modell mit integriertem Heizband wählen, das den Winter über angeschlossen bleiben darf. Welcher Weg der richtige ist, hängt vom Modell und von Ihrer Installation ab.
Wie lange reicht das warme Wasser einer Solardusche?
Der Tank fasst rund 25 Liter. Das genügt für etwa zwei bis vier kurze Duschgänge von einer halben bis ganzen Minute. Ideal zum Abspülen nach dem Schwimmen. Sollen mehrere Personen nacheinander ausgiebig duschen, ist eine Kalt- & Warmwasserdusche die bessere Wahl.
Sind Gartenduschen für Salzwasserpools geeignet?
Nein. Unsere Gartenduschen sind für Salzwasserpools nicht ausgelegt. Der verwendete V2A-Edelstahl ist zwar rostfrei, aber nicht seewasserbeständig, da die salzhaltige Luft ihn mit der Zeit angreift.
Was ist der Unterschied zwischen Solardusche und Warmwasserdusche?
Eine Solardusche erwärmt das Wasser mit der Sonne in einem eingebauten Tank und braucht nur einen Gartenschlauch-Anschluss. Warmes Wasser gibt es also nur bei genug Sonne und in begrenzter Menge. Eine Kalt- & Warmwasserdusche wird fest an die Warmwasserleitung des Hauses angeschlossen und liefert warmes Wasser ohne Mengengrenze, ganz unabhängig vom Wetter.